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Definition Kultur- und Kreativwirtschaft

Die Wirtschaftsministerkonferenz des Bundes und der Länder hat 2008 folgende Definition der Kultur- und Kreativwirtschaft erarbeitet.

Demnach werden unter dem Begriff Kultur- und Kreativwirtschaft diejenigen Kultur- und Kreativunternehmen zusammengefasst, die überwiegend erwerbswirtschaftlich orientiert sind und sich darüber hinaus mit der Produktion, Schaffung, Verteilung und/oder medialen Verbreitung von kulturellen/kreativen Gütern und Dienstleistungen befassen.

Der verbindende Kern jeder kultur- und kreativwirtschaftlichen Aktivität ist der schöpferische Akt von künstlerischen, literarischen, kulturellen, musischen, architektonischen oder kreativen Inhalten, Werken, Produkten, Produktionen oder Dienstleistungen. Alle schöpferischen Akte, gleichgültig ob als Unikat, Liveaufführung, serielle bzw. digitale Produktion oder Dienstleistung, zählen dazu. Ebenso können die schöpferischen Akte urheberrechtlich geschützt oder frei sein.

Im einzelnen gehören folgende Teilmärkte zur Kultur und Kreativwirtschaft:

  1. Architekturmarkt
  2. Buchmarkt
  3. Designwirtschaft
  4. Filmwirtschaft
  5. Kunstmarkt
  6. Markt für darstellende Kunst
  7. Musikwirtschaft
  8. Pressemarkt
  9. Rundfunkwirtschaft
  10. Software-/Games- Industrie
  11. Werbemarkt

Das Dreisektoren Modell

Innerhalb des Kultursektors besteht die Schwierigkeit, nicht immer eine scharfe Trennung von privatwirtschaftlichen und Non-Profit-Bereich vollziehen zu können. Daher wird hier das sogenannte Drei-Sektoren Modell angewandt, ein Gliederungsmodell, das sich in der fachwissenschaftlichen Diskussion bereits etablieren konnte.


Nach diesem Modell lässt sich der gesamte kulturelle und kreative Sektor in einen öffentlichen, einen privaten und einen intermediären Teilbereich gliedern. Demnach ist die Kultur- und Kreativwirtschaft derjenige Teil des Kultursektors, der den privaten beziehungsweise den marktwirtschaftlichen Sektor umfasst. Alle Unternehmen und wirtschaftlichen Aktivitäten des Profitsektors werden ihm zugeordnet. Die beiden anderen Teilsektoren, öffentlicher und intermediärer Bereich, umfassen alle Non-Profit-Einrichtungen und Aktivitäten die keine kommerziellen Ziele, sondern primär gesellschaftliche Zielsetzungen verfolgen.

Unter den öffentlichen Sektor fallen öffentliche Einrichtungen wie Theater, Opern oder auch Museen, während freie und gemeinnützige Einrichtungen wie Vereine, Verbände und Stiftungen dem intermediären Sektor zugerechnet werden.

Ein wesentliches Kennzeichen des Drei-Sektoren-Modells liegt darin, dass ein Akteur gleichzeitig in mehrere Sektoren tätig sein und diese auch wechseln kann. So ist es möglich, dass ein Kreativer aus allen drei Sektoren Aufträge erhält und arbeitet sowohl für eine gemeinnützige Organisation, ein städtisches Theater und einen Unternehmer der privaten Wirtschaft.
Der Vorteil dieses Modells liegt darin, dass die strukturelle Unterscheidung in drei Sektoren in fast ganz Europa Anwendung findet.


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